next up previous contents
Nächste Seite: Konnotationen zum Bild-Text-Verhältnis: Aufwärts: 2 Rekonstruktionsanalyse Vorherige Seite: Analyse der bildästhetischen Elemente   Inhalt

Analyse der Textelemente

Konnotationen zum signifikanten Vokabular:
Pur: etwas ist rein, unverfälscht, nicht ist hinzugefügt
Vergnügen, Erleben: In der modernen kapitalistischen Gesellschaft sind Hedonismus und Vergnügen, sich lustvoll etwas hinzugeben stark positiv besetzt. Nachdem Vieles, das als Vergnüglich gilt, bereits ausgereizt ist, werden die sinnlichen Erfahrungen, das Erleben als neueste ,,Entdeckung`` gefeiert.
Topform: Zwang, den Vorgaben der Fitneß, der Ausdauer, der Schönheit zu genügen. Top-Form wird nicht ohne anstrengendes Zutun erreicht. Annahme dahinter, alles könne geformt werden, wenn nur entsprechende Mittel oder Wille vorhanden wären.
Körper: Sexualität, Krankheit, Gesundheit, Leistung, Ansprüche von außen, wie er auszusehen hat, Dünn-Dick in gesamter Bandbreite vorhanden, nur Dünn wird gezeigt und positiv bewertet
Aroma: voller Geschmack/Geruch, Aromatherapie: Gerüche, die das Wohlbefinden beeinflussen könne
natürlich: in Ursprungszustand belassen, Frauen werden oft als der Natur nahe, als Natur gesehen; Natur als Heilquelle wiederentdeckt (Naturmedizin, -kosmetik, natürliche Textilien, Haarfarben, Ernährung,...) als Gegenpol zum synthetischen Umfeld
Duft: sinnlich, Wohlgeruch, Verführung, Lockmittel
Pflege, Schönheit: Annahme, mit ausdauernder Hinwendung ist es jeder Frau möglich, die Schönheitsideale zu erreichen
Schönheit: sehr normierter Wert einerseits, aber auch Geschmacksache (von wem sind aber die Maßstäbe, die man selbst setzt?), hat einen hohen Stellenwert
vgl. Kant: Das Schöne = ohne Intellekt, nur Reduktion auf die Hülle
ausgeglichener Lebensstil: dem Durchschnitt entsprechen; nicht in Extremen leben; bedeutet, von allem ein bißchen, aber nichts wirklich; kräftesparend und -einteilend, dafür aber nie bis zu den Grenzen gehen. Ausgeglichenheit wird besonders von Frauen erwartet, sind sie das nicht, kommt schnell das Urteil: ,,du bist ja hysterisch`` \(\rightarrow\) Vergnügen und Sinnlichkeit ja, aber mit Maß und Ziel
Glauben an Schönheit: Versetzt Schönheit in den Status einer Religion, Schönheit als das goldene Kalb der westlichen Gesellschaft, durch die extreme Höherbewertung von Schönheit ist die Bedeutung anderer, relevanter Werte im Schwinden
Schluß: wer nicht schön ist und wer Schönheit nicht wichtig nimmt, ist aus der (Religions-) Gemeinschaft ausgestoßen
Top-Form, Fit: Survival of the Fittest (Darwin) \(\rightarrow\) in diesem Zusammenhang: nur die Jüngsten, Schönsten, Geformtesten kommen durch
sprachliche Auffälligkeiten: durch die direkte Anrede entsteht der Eindruck, man solle verlockt werden, überredet: Herstellung von Kontakt
keine Fachausdrücke, daher ist der Text sehr verständlich und soll die Kontaktaufnahme erleichtern
Betonung der ,,Natürlichkeit``, der pflanzlichen Bestandteile steht als Garant für die Verträglichkeit und trotzdem Wirksamkeit
Das Schriftbild ist zart und dezent gehalten (farblich und gestalterisch): Zartheit der Natur und der Pflege, wie auch der Haut nach der Pflege
einziger Textteil in Rot: spricht von sinnlichem Vergnügen, das somit mit Lust und Sexualität konnotiert werden kann.


next up previous contents
Nächste Seite: Konnotationen zum Bild-Text-Verhältnis: Aufwärts: 2 Rekonstruktionsanalyse Vorherige Seite: Analyse der bildästhetischen Elemente   Inhalt
susi@metameta.org