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8 Persönliches Resumée

Theoretisches Material gab und gibt es in Hülle und Fülle. Für jeden thematischen Schwerpunkt, den ich gesetzt habe, gäbe es hunderte andere Möglichkeiten, das Thema zu bearbeiten, hunderte andere Autorinnen und Autoren, auf deren Arbeiten ich Bezug nehmen hätte können.

Ausgehend von einem relativ groben Konzept wühlte ich mich nach dem Schneeballprinzip durch die theoretische Literatur. Viele jener Artikel und Bücher, auf die ich stieß, erwiesen sich als hervorragende Grundlagen für mein weiteres Vorgehen. Leider erwiesen sich noch mehr jener Materialien jedoch als Sackgasse (zumindest für den primären Inhalt der Arbeit). Auf diese Weise lernte ich zwar viel, doch es ging auch immens viel Zeit drauf, um jenes Material ausfindig zu machen, das schlußendlich Verwendung fand. Hilfreich waren jedoch auf jeden Fall die Literaturtips und das Gespräch mit KollegInnen, die so zumindest Starthilfe gaben, wenn ich mich während einer Durststrecke befand.

 
Die empirische Arbeit hingegen brachte andere Probleme hervor. Hatte ich erst einmal die Empfehlung bekommen, nach Müller-Doohm zu analysieren (was auch für mich eine sinnvolle Entscheidung darstellte), ergab sich die Schwierigkeit, aus relativ wenig methodischem Material schlau zu werden. Es erwies sich als sinnvoll, die sehr komplexe Sprache von Müller-Doohm zu ,,übersetzen`` und zusammenzufassen, um den Hintergrund der Methode gut verständlich zu machen und so auch die Methode selbst für diese Arbeit anwendbar zu machen. Dieser Versuch der Transformation war als Grundlage gut geeignet für das Verstehen des weiteren Vorgehens.

Der Analyse selbst stellten sich anfangs einige Hindernisse in den Weg, wie die Überlegung, wie detailliert z. B. die Bildelemente erfaßt werden sollten, wo die maßgeblichen Kriterien zu liegen hätten, etc.

Es erwies sich schlußendlich als sehr fruchtbar, daß die Analyse aus der Diskussion zwischen Personen mit den unterschiedlichsten Wissensschwerpunkten geführt wurde. Ausgenommen der Kultursoziologischen Interpretation ist es durchaus möglich, auch mit Nicht-SoziologInnen nach dieser Methode gemeinsam zu analysieren. Das Chaos, das sich während der Analyse manchmal ergab, wurde durch ein größeres Spektrum und der Komplexität der Ergebnisse, die so erarbeitet werden konnten, mehr als wettgemacht.


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