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1 Analyse-Schritte

  1. Bildersteindrucksanalysen
    1. Die Primärbotschaft (im Sinne einer ersten Botschaftsklassifikation)
    2. Dargestellte Objekte und Personen
    3. Verwendete markante Stilmomente
    4. Primäre Inszenierungsmachart
  2. Hypothetische Typenbildung
    1. Auswertung der Ersteindrucksanalysen
    2. Materialsichtung in der Forschungsgruppe
    3. Familienähnlichkeiten
  3. Typenbildung
    1. Zuordnung des Gesamtmaterials zu den Typen
    2. Auswahl eines Prototyps (diese enthält die meisten Merkmale der jeweiligen Klasse)
  4. Einzelfallanalyse
    Bild- und Textanalyse auf der Basis eines dreistufigen Interpretationsmodells

Ziel der Bildersteindrucksanalyse (Punkt 1) ist es, das Material dahingehend zu sichten, ob sich sg. ,,Familienähnlichkeiten`` feststellen lassen. Können diese Familienähnlichkeiten hinsichtlich einer markanten Botschaft (z. B. ,,Was wird versprochen`, Was wird als gemeinsames Thema beworben?) zu einem Klassentypus zusammengefaßt werden, kann aus den dermaßen gebildeten Klassen jeweils ein Prototyp für die Einzelfallanalyse gezogen werden (vgl. Punkt 3). Dieser Prototyp ist nicht als ein künstliches Substrat zu verstehen, das alle Kategorien seiner Klasse vollständig wiedergibt, er ist vielmehr ein repräsentatives Beispiel, das als ,,Stellvertreter`` für die Analyse ausgewählt wird, da er die meisten Merkmale seiner Klasse enthält.

Als zentrales Element der Analyse sind die Einzelfallanalysen anzusehen, die an den zuvor entwickelten Prototypen durchgeführt wird. Die Einzelfallanalysen umfassen drei Analysephasen: Deskription, Rekonstruktion und kultursoziologische Interpretation.


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