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2 Frauen als Metapher

Zurückreichend bis ins Mittelalter wurden und werden normierende Aussagen über Ausprägungen des weiblichen Körpers und über die Beschaffenheit des weiblichen Geistes getroffen, von denen viele auch Verhaltensregeln für die soziale Position der Frau beinhalten. Frauen beziehungsweise das ,,Weibliche`` mußten als Sinnbilder und Metaphern herhalten, welche sie ,,denunziatorisch und pathologisierend auf Geschlechtlichkeit, Naturhaftigkeit, Irrationalität, Kreatürlichkeit usw. reduzieren.``66 Sei es nun in den modernen Naturwissenschaften67, den Texten der Philosophen und der Gesellschaftsverträge oder der Malerei - Frauen fungierten in erster Linie als objekthafte Wesen. Die Körperlichkeit von Frauen wurde als Modell für Erklärungen und Phänomene in der Wissenschaft verwendet, die Schönheit von Frauen wurde in der Bildmalerei und -hauerei gepriesen und stilisiert, aber auch Häßlichkeit und Verunstaltungen von Frauen wurden symbolhaft für Zuwiderhandeln und Bruch der gesellschaftlichen Normen aufgezeigt. Als objektivierte Hülle, um, je nach Epoche und ,,Branche`` den Frauenkörper mit Anschauungen, Werten und Modellen aufzufüllen, wurde Frauen eine eigene Persönlichkeit abgesprochen, die Fähigkeit zur Intelligenz, des kreativen Schaffens und teilweise das Menschsein selbst.



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